Unser Programmangebot 2018

Do, 18.01.18
19.30 Uhr
Faszination Hypnose

Referentin: Doris Rauskolb
Vortrag im Stauferklinikum

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Do, 22.02.18
19.30 Uhr
Knospenmedizin

Referent: Dipl. Biologe Peter Emmrich
Vortrag im Stauferklinikum
Mi, 21.03.18
19.30 Uhr
Zehenanalyse - Die Sprache der Zehen

Referentin: Maria Süß
Vortrag im Stauferklinikum
Do, 19.04.18
19.30 Uhr
Tiere und Pflanzen - Phytotherapie für Tiere

Referentin: Dr. Alexandra Nadig
Vortrag im Stauferklinikum
Do, 17.05.18
19.30 Uhr
Allergien - warum läuft das Immunsystem Amok

Referentin: Kerstin Becker
Vortrag im Stauferklinikum
Do, 14.06.18
19.30 Uhr
Blutegel in der Schmerztherapie

Referent: Florin Abele
Vortrag im Stauferklinikum
Sa, 30.06.18
Ausflug zur Ölmanufaktur Bender in Bruchsal
und zum Weltkulturerbe Kloster Maulbronn

- Anmeldung erforderlich -
Do, 20.09.18
19.30 Uhr
"Der kleine Mensch im Fuß" - Möglichkeiten und Grenzen der Reflexzonentherapie am Fuß

Referentin: Elisabeth Pfau
Vortrag im Stauferklinikum
Do, 18.10.18
19.30 Uhr
Hauptversammlung
danach
"Ein kleines Klangerlebnis schließt den Tag dann ab."

Referentin: Susanne Trunk
Konferenzsaal im Stauferklinikum
Do, 22.11.18
19.30 Uhr
ZEN - Erwachen zum Leben
mit anschließender Einführung in Zazen

Referent: Zen-Mönch Peter Horiki Hollerith
Vortrag im Stauferklinikum
   


Sie sind herzlich eingeladen!


Kommen Sie zu unseren Treffen, Vorträgen, Führungen, Besichtigungen… und/oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Alle Veranstaltungen sind als Angebot zu verstehen, je nach Interessenlage und persönlichen Vorlieben.

Wir treffen uns nach Bedarf und projektbezogen mehrmals im Jahr. Die Termine werden öffentlich bekannt gegeben. Treffpunkt ist das Stauferklinikum in Mutlangen. Einen Ortsplan von Mutlangen finden Sie >hier

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind, ob bei einzelnen Projekten oder langfristig.



Der Konferenzsaal ist direkt über den Seiteneingang erreichbar!



So finden Sie zu unseren Vorträgen:

Konferenzsaal im STAUFERKLINIKUM Wetzgauer Straße, 73557 Mutlangen (große Ansicht durch Klick aufs Bild!)



Unser aktuelles Jahresprogramm 2018 als PDF finden Sie >hier [3.032 KB]



Einladung zum Vortrag am 18.01.2018, 19:30 Uhr

Referentin: Doris Rauskolb
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Faszination Hypnose

Hypnose hat für viele Menschen eine hohe Faszination, andere lehnen sie aus Unwissenheit oder aufgrund von Erlebnissen in Show-Hypnosen ab. Der Freundeskreis Naturheilkunde in Mutlangen lädt zu einem Vortrag über die klinische Hypnose zur gezielten Behandlung der Ursachen seelischer und dadurch bedingter körperlicher Leiden ein. Referentin ist Doris Rauskolb, Heilpraktikerin, Hypnosetherapeutin und Iridologin.

Etwa Dreiviertel aller Erkrankungen beruhen heute auf psychovegetativen Ursachen und führen ohne Therapie häufig zu chronischen, psychosomatischen Leiden. Krankheiten sind häufig Störungen unserer Seele. Die Schwerpunkte einer Hypnosetherapie sind vielfältig, wie zum Beispiel Stress, Ängste, Mobbing, Depressionen, Schlafstörungen, Innere Unruhe, Trauma, Trauer, Schmerzen, Zwänge, Süchte, Allergien, Hyperaktivität.

Die Referentin wird über hypnotische Phänomene im Alltag berichten, Trancezustände beleuchten, praktische Übungen machen sowie über neueste Erkenntnisse aus der Hirnforschung berichten. Die sachgemäße Anwendung von Hypnose und Selbsthypnose sind nicht nur faszinierend, sondern auch förderlich für persönlichen, beruflichen und schulischen Erfolg.

Der Vortrag findet am 18.01.2018 um 19.30 Uhr im Konferenzsaal des Stauferklinikums statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.



Einladung zum Vortrag am 16.11.2017, 19:30 Uhr

Referent: Winfried Ducke
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Schüßlersalze in der kalten Jahreszeit

Die kalte Jahreszeit bedeutet für viele Menschen, das sich bei ihnen Erkältungskrankheiten einstellen und häufen. So haben dann viele Erkältungssymptome wie Kopfgrippe, Gliederschmerzen, Halsweh, Augentränen, Ohrentzündungen, Schnupfen, chronische Müdigkeit und eine allergische Disposition.

Hier setzen und greifen hervorragend die Dr. Schüßlersalze als eine der wenigen Ganzheitsmethoden ein. Wer es noch nicht erlebt hat, wundert sich vielleicht, wie schnell – wenn akut eingenommen – biochemische Mineralien die Erkältungssymptome zum Verschwinden bringen.

In seinem Vortrag beim Freundeskreis Naturheilkunde in Mutlangen beschäftigt sich Winfried Ducke, Heilpraktiker und Physiognom aus Fulda, zunächst mit den Symptomen der Erkältung aus naturheilkundlicher und geistiger Sicht, denn auch hierzu gibt es weise Volkserkenntnisse, wie: „Ich bin verschnupft!“, „Ich huste, klage damit die Welt an!“, „Ich habe einen dicken Hals!“ etc.

Durch eine kleine Einführung zu den Schüßlersalzen wird Ihr Wissen zu diesen ganz gut abgerundet. Der Referent beschäftigt sich seit ca. 25 Jahren zu 100% mit diesem Thema und kann Ihnen in einer Fragerunde dann auch Rede und Antwort stehen.

Der Vortrag findet am 16. November um 19.30 Uhr im Konferenzsaal des Stauferklinikums statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.



Einladung zum Vortrag am 19.10.2017, 19:30 Uhr

Referent: Dr. med. Claus Görner
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Osteoporose und Säure-Basen-Haushalt

Knochen (und Zähne) sind spezialisierte Gewebe des Körpers mit hohen Kalziumgehalt. Osteoporose (Knochenschwund) bedeutet eine Verminderung der Knochenmasse und des Kalziumgehaltes des Knochens.

Zur Behandlung wird neben Bewegung die Zufuhr von kalziumhaltigen Nahrungsmitteln (zum Beispiel Milchprodukte) empfohlen. Osteoporose ist jedoch am geringsten verbreitet in Ländern, in denen am wenigsten Milchprodukte verzehrt werden.

Wodurch erklärt sich dieser Widerspruch?

Die Antwort liegt ganz wesentlich im Säure-Basen-Haushalt des Körpers und insbesondere des Blutes. In seinem Vortrag stellt Dr. med. Claus Görner, Facharzt für Diagnostische Radiologie und Innere Medizin, die Zusammenhänge des Stoffwechsels gut verständlich da und gibt differenzierte Empfehlungen zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose.

Kritisch beleuchtet werden die Empfehlungen der Fachgesellschaften (und der Nahrungsmittelindustrie) mehr Milchprodukte zur Behandlung und Vorbeugung von Osteoporose zu verzehren.

Der Vortrag findet am 19. Oktober um 19.30 Uhr im Konferenzsaal des Stauferklinikums statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.



Einladung zur Wanderung am 16.07.17, 13.00 Uhr

Erläuterung: Walter Hees
Treffpunkt: Parkplatz an der Grundschule Frickenhofen

Willkommen auf der Frickenhofer Höhe

Der südöstliche Teil des Schwäbisch-Fränkischen Naturparks mit der „Frickenhofer Höhe“ und einigen Seitentälern bietet dem Besucher viele schöne Eindrücke einer nahezu unberührten Natur. Tief eingeschnittene stille Täler und der über allem thronende Höhenrücken der „Frickenhofer Höhe“ mit seiner beeindruckenden Aussicht nach allen Seiten bietet Möglichkeiten der Entspannung von Körper und Seele und zur Sammlung neuer Kräfte für den oft anstrengenden Alltag.

Die drei Dorfgemeinschaften Frickenhofen, Mittelbronn und Rotenhar sind sich dieser „Schätze“ der Landschaft bewusst und möchten dieses Wissen auch an die Besucher von nah und fern weitergeben. Der „Kultur- und Landschaftspfad Frickenhofer Höhe“ wurde in jahrelanger Vorarbeit von den drei Dorfgemeinschaften geplant und anschließend in die Realität umgesetzt. An insgesamt 20 Stationen wollen wir auf einem ca. 11 Kilometer langen Rundwanderweg über Landschaft, Wirtschaft, Geschichte und Kultur unserer schönen schwäbischen Heimat informieren. Erläutert wird der Kultur- und Landschaftspfad von Walter Hees, einem der Initiatoren des Rundwegs. Die Führung beginnt am Sonntag, 16.07.17 um 13.00 Uhr beim Parkplatz an der Grundschule in Frickenhofen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß, viele neue Erkenntnisse und Eindrücke!

Da wir nach der Wanderung auch einen gemütlichen Abschluss planen, ist eine Anmeldung bis spätestens 6. Juli an info@freundeskreis-naturheilkunde.de oder Telefon 07171 71118 erforderlich.



Einladung zum Vortrag am 22.06.2017, 19:30 Uhr

Referent: André Göttler
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Unser Körper als Ganzheit.

Was beeinflusst unseren Körper und wie können wir ihn optimal unterstützen.

Unser Körper ist sehr genial und erledigt in jeder Sekunde unglaublich viele komplexe Aufgaben, sofern wir ihn nicht daran hindern. lm Vortrag von André Göttler beim Freundeskreis Naturheilkunde erfahren Sie Wissenswertes über das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele bzw. Emotionen, und welche vier Hauptfaktoren dieses Zusammenspiel erheblich stören können. Er gibt auch einen kurzen Einblick zu Neuem aus der Bewusstseinsforschung, der modernen Quantenphysik und der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin, sowie welche Ansätze und auch Lösungen möglich sein können. Auch, wie sich diese ganzheitliche Herangehensweise mit Hilfe fortschrittlicher Technologien und Entwicklungen auf die Erhaltung Ihrer Gesundheit im Zusammenspiel mit komprimierten Nährstoffen erfolgreich anwenden lassen.

Der Vortrag findet am 22. Juni um 19.30 Uhr im Konferenzsaal des Stauferklinikums statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.



Bericht zum Vortrag am 18.05.2017, 19:30 Uhr

Referentin: Hildegard Keimer
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Schon Gedanken verändern unsere Empfindungen

Kinesiologen betrachten den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele. In Anlehnung an die chinesische Lehre von den Meridianen verstehen sie unseren Körper als Energiesystem, in dem Lebensenergie ungehindert fließen muss. Bei Blockaden stockt der Fluss, körperliche Beschwerden, Allergien, Ängste etc. sind die Folge.

Die Referentin Hildegard Keimer stellte praktische Übungen an den Beginn ihres Vortrags beim Mutlanger Freundeskreis Naturheilkunde. Sie wollte verdeutlichen, wie Kinesiologen mit dem Muskeltest arbeiten um Blockaden aufzuspüren und zu lösen.

Mit geschlossenen Augen, die Hände auf der Stirn und im Nacken, konnte jeder Zuhörer seine Gedanken auf eine unerfreuliche, belastende Situation lenken, und feststellen, dass diese Gedanken auch eine körperliche Reaktion auslösen - wir spannen unbewusst die Schultern an und vielleicht beschleunigt sich der Herzschlag. Lassen wir die Hände mit sanftem Druck in dieser festgelegten Position verweilen, lösen sich die negativen Gedanken merklich. Gefühle, Empfindungen wirken sich also auf die Muskelspannung aus und diese sind für Kinesiologen messbar bzw. fühlbar. Getestet wird häufig am ausgestreckten Arm des Patienten. Je nach Problem und Fragestellung sind Muskeltests auch an anderen Körperpartien sinnvoll.

Der Therapeut stellt Fragen und versucht dabei den Arm mit sanftem Druck nach unten zu bringen. Negative Gefühle und Gedanken gegenüber dieser Frage (oder auch Substanz) schwächen quasi für einen Moment den Muskel und er wird dem Druck des Therapeuten schnell nachgeben. Erfreuliches dagegen soll den Muskel stärken. Auf diese Art und Weise tritt der Kinesiologe in ein "Gespräch mit dem Körper". Während einer Sitzung kreist er das Problem regelrecht ein. Einerseits gilt es herauszufinden, wo das aktuelle Problem liegt, was den Körper, Geist oder die Seele stresst und andererseits, wie die Körperenergie wieder in Balance gebracht wird, Blockaden gelöst und Stress abgebaut wird (Methode nach Dr. Jimmy Scott, Health Kinesiologie). Der Therapeut bekommt über den Muskeltest auch Antwort auf die Frage nach der passenden Therapie.

Hilfe zur Selbsthilfe

Mit weiteren praktischen Übungen konnte Keimer zeigen, wie und wo die Hände aufgelegt werden um sich selbst bei Alltagsproblemen zu helfen. Gerne greifen auch Lehrer auf bestimmte Übungen zurück um die Konzentration ihrer Schüler zu fördern oder Prüfungsängste zu mildern. Wissenschaftlich untermauert ist die Kinesiologie nicht, aber Schaden kann man mit kurzen Übungen sicher nicht anrichten.

Der belastete Organismus als überlaufendes Fass

Um die Rolle des Unterbewusstseins deutlich zu machen, verglich Keimer den Körper mit einem Fass. Lange Zeit kann dieses Fass (unser Organismus) viele Belastungen wie Stress, Toxine, Strahlung, Überarbeitung und Emotionen aufnehmen ohne Symptome zu zeigen. Ein kleiner Tropfen jedoch kann dieses Fass zum Überlaufen bringen. Das kann sich beim Einen als Rückenschmerzen, beim Anderen als Depression und beim Nächsten als Allergie zeigen. Wenn wir nur die akuten Symptome behandeln, werden wir nichts am vollen Fass ändern. Ziel ist es das Fass zumindest ein Stück weit zu leeren, um unseren Organismus wieder aufnahmefähig zu machen. Und dabei gilt es immer die emotionalen Wurzeln eines Problems aufzuspüren, die tief in unserem Unterbewusstsein verborgen sein können. Keimer‘s Rat lautete daher: Probleme nicht zu ignorieren, sondern anzugehen, denn alles was wir versuchen zu umgehen, schmälert unsere Lebensqualität. "Wagen wir frei zu werden und der zu sein, der wir sind und zu tun, was wir tun wollen."



Vortrag am 27.04.2017 entfällt!

Bitte beachten: Der Vortrag am 27. April zum Thema "Chinesische Medizin – für Nicht-Chinesen!" muss leider entfallen, da die Referentin aus persönlichen Gründen verhindert ist!



Bericht zum Vortrag am 23.03.2017, 19:30 Uhr

Referentin: Sigrid Bellitto
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Effektive Mikroorganismen –
kleinste Lebewesen als Helfer für Mensch und Umwelt

Ohne Mikroorganismen wäre Leben nicht möglich. An dieser einfachen Tatsache lässt sich erkennen, wie wichtig diese kleinen Helfer für uns und unsere gesamte Umwelt sind. Wir sind ständig von Mikroorganismen umgeben, sie leben auf unserer Haut und in unserem Körper. Im Vortrag von Sigrid Bellitto beim Mutlanger Freundeskreis Naturheilkunde ging es um die Effektiven Mikroorganismen (EM). Sie ist überzeugt von der Wirkung dieser kleinsten Lebewesen und wendet die entsprechenden Produkte in ihrem Haushalt, Garten und bei der Tierhaltung an.

Mitte der 80er Jahre entwickelte Prof. Dr. Teruo Higa, japanischer Professor für Gartenbau, besonders wirkungsvolle Kulturen von Mikroorganismen (EM). Mit EM ist eine Mischung von über 80 verschiedenen Arten anaeroben und aeroben Mikroorganismen gelungen, die in einer ausgewogenen Symbiose leben. Die Urlösung besteht vor allem aus Milchsäurebakterien, Hefen, fermentierten Pilzen und phototrophen Bakterien. Die fertige Nährlösung (pH-Wert 3,5-3,8) wird mit Wasser verdünnt angewendet. Gleich zu Beginn der Veranstaltung verteilte die Referentin einen feinen Sprühnebel dieser EM- Lösung im Raum. Er sollte die Zuhörer durchatmen lassen und für eine harmonische Stimmung sorgen.

EM im Haushalt

Das EM das Raumklima verbessern soll, hatten die Zuhörer ja schon kennengelernt. Auch bei der Haus-Reinigung können EM-Produkte wirkungsvoll eingesetzt werden. Der probiotische Effekt sorgt dafür, dass die gereinigten Oberflächen nicht so schnell wieder verschmutzen und unangenehme Dinge wie Schimmel, Gerüche etc. lassen sich auf ökologische Weise beseitigen. Krankmachende Keime und Fäulnisprozesse werden unterbunden. Daher rät Bellitto auch zum Einsatz von sogenannten "pipes" in Geschirrspülmachine und Waschmaschine. Diese "pipes" sind kleine Keramikteilchen, die dauerhaft mit EM behandelt wurden. Sie sollen auch der Wasserbelebung dienen, wenn man sie im Wasserkocher oder Wasserkrug belässt.

EM für Garten und Landwirtschaft

Voraussetzung für gesunde Pflanzen ist ein gesunder Boden. Behandelt man Böden regelmäßig mit EM, stärkt das die angebauten Pflanzen/Früchte; sie bilden kräftige Wurzeln, können Nährstoffe besser aufnehmen und sind weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Dazu kann man auch die Pflanzen selbst mit EM übersprühen (Tomaten, Weinreben etc.) um sie widerstandsfähiger zu machen. Mit EM kann man somit Spritzmittel- und Kunstdüngergaben zumindest reduzieren. In der Tierhaltung hat sich EM wohl ebenfalls bewehrt.

Bokashi - fermentiertes organisches Material

Ein Schwerpunkt des Vortrags war die Herstellung eines speziellen Komposts (Bokashi) mit Hilfe von EM-Kulturen. Dabei laufen ähnliche Prozesse ab, die wir seit Jahrhunderten nutzen um Sauerkraut, Joghurt, Bier oder Wein herzustellen. Alle organischen Abfälle, die im Haushalt anfallen, werden gesammelt und in einem luftdichten Eimer fermentiert. Es entstehen keine unerwünschten Faulgase und keine Schimmelpilze. Daher kann man diesen Komposteimer auch auf dem Balkon oder der Terrasse stehen lassen. Ist der Kompost nach ca. 14 Tagen fertig, arbeitet man das wertvolle Material in den Boden ein und gießt kräftig an. Nach zwei Wochen kann man mit dem Aussäen oder Anpflanzen beginnen. Die Wartezeit ist notwendig, da das ausgebrachte Bokashi den Boden zunächst sauer macht. Innerhalb weniger Wochen haben die Bodenlebewesen das Bokashi völlig umgesetzt, entwickeln sich nun munter weiter und sorgen für einen fruchtbaren Boden.
Auch in Ländern der Dritten Welt wurden schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Hier geht es meist um die hygienische Abfallentsorgung von organischem Material. Die Steigerung der Bodenfruchtbarkeit dank Bokashi ist ein weiterer wertvoller Aspekt.

Nachdem sich Harald Welzel, der Vorsitzender des Freundeskreises Naturheilkunde, bei Frau Bellitto für die vielen Informationen bedankt hatte, wies er die Besucher darauf hin, dass der für den 27. April geplante Vortrag leider entfällt.



Einladung zum Vortrag am 15.03.2017, 18:00 Uhr

Referentin: Prof. Dr. Michaela Döll
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

„Entzündungen“

Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Entzündungsprozesse für die Zivilisationserkrankungen eine erhebliche Rolle spielen und an deren Entstehung maßgeblich mitbeteiligt sind.

Eine Entzündung ist normalerweise ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses. Normalerweise kommt eine solche (akute) Entzündungsreaktion nach vollendeter Heilung wieder zum Erliegen. Allerdings können – völlig unbemerkt – kleine „Schwelbrände“ im Körper zurück bleiben, die langfristig erhebliche Schäden verursachen und Krankheiten begünstigen können.

Unter anderem stehen auch Übergewicht und Herzkreislauferkrankungen, Rheuma, Osteoporose und nicht zuletzt auch Krebserkrankungen in engem Zusammenhang zu subklinischen Entzündungsprozessen. Frau Prof Döll, Verfasserin vieler Gesundheitsbücher geht auf Strategien wie life-style-Konzepte und den Einsatz orthomolekularer Substanzen ein, die sich in der Prävention, aber auch auf den Krankheitsverlauf günstig auswirken können.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.



Bericht zum Vortrag am 23.02.2017, 19:30 Uhr

Referent: Helmuth Koch
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Die Arbeit beginnt stets mit einer Beinlängenkorrektur

Der Heilpraktiker Helmuth Koch referierte beim Mutlanger Freundeskreis Naturheilkunde über das Thema "Rückenschmerzen müssen nicht sein: Selbsthilfe mit der Dorn-Methode." Koch ist ein Mitbegründer der Dorn-Methode, bildet selbst Therapeuten aus und hat mehrere Fachbücher veröffentlicht. Also ein Therapeut, der weiß wovon er spricht. Und dazu ein Therapeut, der seinen Vortrag sehr informativ und kurzweilig gestaltete.

Wahrscheinlich waren unter den vielen Zuhörern nur wenige, die nicht selbst schon einmal von Rückenschmerzen geplagt wurden oder gar ständig Probleme mit dem Rücken haben. Die Dorn-Methode ist eine manuelle Behandlung zur Linderung und Heilung von Rücken- oder Gelenksproblemen. Sie ist einfach in der Anwendung, weitgehend ungefährlich und dennoch wirksam. Entwickelt wurde sie vom Allgäuer Sägewerksbesitzer und Landwirt Dieter Dorn in den 70er-Jahren.

Es sprach sich schnell herum, dass es da einen Bauern gibt, der Schmerzen am Bewegungsapparat nur mit seinen Händen behandelt. Oft sind es nur leichte Verschiebungen der Wirbel und Gelenke die zu einem Beckenschiefstand führen. In der Folge kommt es zu örtlichen oder ausstrahlenden Schmerzen. Und dabei ist unser Skelett doch völlig symmetrisch aufgebaut. Deshalb beginnt der Dorn-Therapeut seine Arbeit immer mit der Beinlängenkorrektur.

Koch zeigte anschaulich wie er dabei vorgeht. Die Korrektur geschieht immer in Bewegung, nie in Ruhestellung des betroffenen Gelenks. Unter Pendelbewegungen der Beine oder Arme, je nach Gelenk, wird die Fehlstellung ausgeglichen. Da sich Muskeln und Bänder aber erst wieder an die richtige Stellung der Gelenke anpassen müssen, kann es sein, dass die Wirbel und Gelenke immer wieder in ihre Fehlstellung zurückgleiten. Deshalb ist es wichtig die entsprechenden Übungen regelmäßig selbst durchzuführen.

Der Therapeut arbeitete sich anschließend an der Wirbelsäule bis zum Hals nach oben. Beide Daumen gleiten entlang der Dornfortsätze am Rücken hoch und erfühlen dabei ob es Abweichungen von der idealen Position gibt. Mit gefühlvollem Druck werden die Wirbel wieder in die richtige Position gebracht. Auch hier kann der Therapeut nur korrigieren, wenn der Patient mit einem Bein oder Arm pendelt. So werden Wirbel und Gelenke mit wenig Kraftaufwand in ihre Normalposition zurückgebracht.

Auch Organbeschwerden können durch verschobene Wirbel verursacht werden. Nach Dorn hat jeder Wirbel Bezug zu einem bestimmten Organ. Beispielsweise steht der 5. Brustwirbel für die Leber, aber auch für bestimmte Wesensmerkmale - hier ist es die Sorge um andere. Gelingt es die Sorge in positive Gedanken umzuwandeln, tun wir auch etwas für unsere Leber. Denn organische Leiden sind in der Regel mit psychischen Leiden verbunden. Ein Therapeut, der nach Dorn arbeitet, wird also nach der richtigen Position der entsprechenden Wirbel schauen, um das organische Problem zu lösen.

Koch zeigte im Anschluss an seinen Vortrag noch viele Möglichkeiten schmerzende Gelenke selbst zu behandeln. Natürlich sollte man die korrekten Griffe zunächst bei einem Fachmann erlernen, dann aber steht einer Selbstbehandlung nichts mehr im Wege.



Helmuth Koch Heilpraktiker, Fachbuchautor, Therapeut, Ausbilder und Mitbegründer der Dorn-Methode

Bericht zum Vortrag am 19.01.2017, 19:30 Uhr

Referent: Karl Holpp, ärztlich gepr. Präventologe und Burnout-Gutachter
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Es spielt keine Rolle woher der Wind weht -
man muss nur die Segel richtig setzen

Der Mutlanger Freundeskreis Naturheilkunde hatte zu einem Vortrag mit dem Thema "Burnout - nicht mit mir" in den Konferenzsaal des Stauferklinikums eingeladen und viele Interessierte waren gekommen um den Ausführungen des erfahrenen Referenten zu folgen. Karl Holpp ist ärztlich geprüfter Präventologe und Burnout-Gutachter. Er sucht vor allem in Betrieben das Gespräch mit den Beschäftigten um sie für das Thema Burnout zu sensibilisieren und Probleme rechtzeitig zu erkennen. Er ist kein Therapeut, sondern betreibt Gesundheitsvorsorge, damit es gar nicht erst zu einem Burnout kommt. Inzwischen ist die Zahl der Krankmeldungen, die auf eine psychische Belastung zurückgehen, auf einem erschreckend hohen Niveau. Der erste Krankheitsanstieg ging einher mit der Zunahme der Computerarbeit in den Betrieben. Die zweite große Welle wurde wohl durch den ungebremsten Einsatz von Mobiltelefonen (Smartphones) mit verursacht. Wohl für alle Zuhörer eine erschreckende Nachricht, zumindest eine Nachricht, die zu denken gibt.

In der Öffentlichkeit wird der Begriff Burnout oft wenig differenziert benutzt. Viel Arbeit bedeutet nicht immer Stress und führt nicht automatisch zum Burnout. Es gilt zu erkennen, wann Stress krank macht und wie es dazu kommt, dass sich Menschen regelrecht ausgebrannt fühlen. Bei Stress läuft in unserem Körper eine Kettenreaktion ab, an der viele Organe beteiligt sind. Alles ist darauf ausgerichtet hellwach zu bleiben und Leistung zu erbringen. Ist die Stresssituation überstanden, können wir kräftig durchatmen und wieder entspannen.

Und genau hier liegt das Problem: Wenn wir es nicht mehr schaffen runterzukommen, immer unter Anspannung stehen, macht uns Stress langfristig krank. Ausführlich beschrieb Holpp die Entwicklung bis zur völligen körperlichen, emotionalen und geistigen Erschöpfung. Angefangen bei der Begeisterung für die Arbeit , dem großen Einsatz für den Job und wie dabei eigene Bedürfnisse immer weiter in den Hintergrund treten, bis es schließlich zu körperlichen Beschwerden kommt, die Arbeit immer schwerer von der Hand geht und sich Fehler einschleichen. Der Betroffene erkennt in diesem Zustand schon lange nicht mehr, dass er geradewegs auf eine Depression zusteuert. Deshalb brauchen wir Präventologen in den Betrieben und aufmerksame Partner, Freunde und Arbeitskollegen.

Kraftquellen zur Regeneration
- Freizeitaktivitäten und Hobbies müssen einen festen Platz im Terminkalender bekommen. Sie sind keine Zeitverschwendung! Es ist nicht entscheidend ob wir beim Tanzen, Wandern, Lesen, Radfahren oder Gartenarbeit Abstand zur Arbeit suchen, sondern dass wir mit Freude dabei sind.
- Kurze Pausen während des Tages sorgen für Entspannung am Arbeitsplatz.
- Sechs bis sieben Stunden Nachtschlaf braucht unser Körper um sich zu regenerieren.
- Bei Entspannungsübungen (Meditation, autogenes Training, Qigong...) können wir abschalten.
- Eine gesunde, ausgewogene Ernährung hält uns fit.
- Tun wir uns etwas Gutes, lassen wir uns zum Beispiel bei einer Massage verwöhnen.
- Achten wir auf mentale Hygiene. Das bedeutet, dass wir abends keine beruflichen Mails beantworten. Berufliche Kontakte in der Freizeit und während des Urlaubs sind tabu. Entspannung findet auch nicht vor dem Fernseher statt, sondern bei einem abendlichen Spaziergang.
- Der Umgang mit Freunden ist ganz wichtig und gibt uns Kraft.
- Verschwenden wir keine Energie für Dinge, die wir nicht ändern können.
- Machen wir uns bewusst, dass wir entscheiden können, ob wir den Tag mies gelaunt oder mit einer positiven Einstellung beginnen wollen, denn "Ich bin Herr meiner Stimmung - ich bin der Kapitän in meinem Leben!"



Bericht zum Vortrag am 10.11.16, 19:30 Uhr

Referent: Dr. Michael van de Loo
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Das Sonnenvitamin D lockt 200 Interessierte an

Eigentlich ein Wetter um es sich zuhause auf dem Sofa bequem zu machen, könnte man meinen. Und dennoch war der Konferenzraum des Stauferklinikums bis auf den letzten (Steh-)Platz gefüllt. Zu Gast beim Mutlanger Freundeskreis Naturheilkunde war der Gmünder Laborarzt Hans-Michael van de Loo. Im Vordergrund seines Vortrags stand Vitamin D; daneben ging es noch um Zink, Magnesium und Vitamin K.

Vitamin D sorgt für starke Knochen. Um 1900 litten 80% der Kinder an Rachitis, einer Verformung der Knochen, ausgelöst durch Vitamin D-Stoffwechselstörung oder eine mangelnde Calciumaufnahme. Vitamin D sorgt nicht nur für den Knochenaufbau im Kindesalter, es ist auch für die Erhaltung der Knochendichte bei Erwachsenen unerlässlich. Ein schwerer Mangel kann zu Osteomalazie (Knochenerweichung) führen. Typische Symptome sind Muskelschwäche und heftige Knochenschmerzen. Doch nicht nur unsere Knochen profitieren vom Sonnenvitamin. Es hat wohl auch einen Einfluss auf Autoimmunerkrankungen (Diabetes Typ I und II, multiple Sklerose, Morbus Crohn) und auf Krebserkrankungen. Vitamin D erleichtert unserem Immunsystem die Arbeit im Kampf gegen Infektionskrankheiten. Es senkt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und hemmt die schädliche Wirkung der AGE´s ("Zucker-Eiweiß-Ablagerungen"). Eine Unterversorgung mit Vitamin D während der Schwangerschaft kann zu erheblichen Komplikationen führen.

Das meiste Vitamin D bildet unser Körper selbst. Dazu benötigt er UV-Licht, z.B. Sonnenlicht. Mit Hilfe diese Lichts bildet er in der Haut aus dem körpereigenen Stoff Dehydrocholesterin das Vitamin D. Mit der Nahrung nehmen wir nur 10-20% Vitamin D auf. Es kommt nur in wenigen Lebensmitteln wie Fisch, Rinderleber, Eigelb, Pilze und Lebertran in bedeutenden Mengen vor. Leider ist in unseren Breiten die UV-B-Intensität fast immer unzureichend. Daraus folgt, dass ein Großteil der Mittel- und Nordeuropäer nicht den empfohlenen Vitamin D Spiegel im Blut (25 Hydroxy-Vit. D-Konzentration unter 50 nmol/l ) erreicht. Gegebenenfalls sollte man dann Vitamin D Präparate, auch hochdosiert, einnehmen. Eine Überdosierung ist eher unwahrscheinlich. Der Referent rät die Haut im Sommer täglich für 15-20 Minuten der Sonne auszusetzen. Einen Sonnenbrand sollte man aber unbedingt vermeiden. "Bewegen sie sich so oft wie möglich an der frischen Luft."

Zu bedenken gab der Laborarzt auch, dass es eine ganze Reihe von Arzneimitteln gibt, die unseren Vitamin-Spiegel negativ beeinflussen. Dazu zählen u.a. Antibiotika, Corticoide, Blutdrucksenker und Phytopharmaka (Johanniskraut). Kaffee und Cola wirken sich ebenfalls negativ aus.

Im weiteren Verlauf des Abends ging Dr. van de Loo auf den Zusammenhang der Vitamine K und D ein. Fehlen diese, führt das zu verringerter Knochendichte und zu einem erhöhten Risiko für Hüftfrakturen. Vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren kann ein Mangel große Probleme bereiten. Dr. van de Loo empfiehlt dann auch die Gabe von Östradiol.

Vitamin K1 ist hauptsächlich in grünem Blattgemüse wie Brokkoli, Grünkohl und Spinat enthalten. In tierischen Lebensmitteln und Fetten findet man Vitamin K2. Gute Quellen sind gesäuerte Milchprodukte wie Käse und Joghurt und Sauerkraut.

Zink ist lebensnotwendig! Ausgeprägter Zinkmangel ist in westlichen Industrieländern bei Gesunden selten. Anders sieht es in Dritte-Welt-Ländern aus. Typische Zinkmangelerscheinungen sind eine gestörte Wundheilung, erhöhte Infektionsneigung und Wachstumsstörungen. Mit einer guten Zinkversorgung (Tabletten) lassen sich die verheerenden Durchfälle bei Kindern leicht stoppen. Wir nehmen in der Regel mit Fleischgerichten ausreichend Zink zu uns.

Magnesium ist für alle Biosyntheseprozesse nötig. Über 300 Enzyme sind magnesiumabhängig. Wir brauchen es zum Beispiel für reibungslose Muskelkontraktionen. Ein Magnesiummangel kann nicht nur Wadenkrämpfe auslösen sondern auch Herz-Rhythmusstörungen. Mit Haselnüsse, Walnüsse, Bohnen, Erbsen, Linsen, Weizenkleie, Haferflocken, Reis, Feigen, Rosinen und Aprikosen stehen uns genug leckere Lebensmittel zur Verfügung, die uns mit dem wichtigen Mineral versorgen.

Die detaillierten Fragen der vielen Besucher am Ende der Veranstaltung machten deutlich, dass mit dem Vitamin D wieder ein passendes Thema gewählt wurde. Mit einem Geschenk bedankte sich Harald Welzel, der Vorsitzende des Vereins, bei Dr. van de Loo für den interessanten und anspruchsvollen Vortrag.



Bericht zum Kinder-Ferienprogramm

Von geilen Zwiebeln und hübschen Trauben

Bei der letzten Hauptversammlung des Freundeskreises Naturheilkunde machte der Vorsitzende Harald Welzel den Vorschlag, sich am Mutlanger Kinder-Ferienprogramm zu beteiligen. An diesem Abend war auch Michael Neuhauser als Referent zu Gast und erklärte sich spontan bereit beim Ferienprogramm einen interessanten Vormittag zu gestalten. Da er auch Ernährungsberater ist, war das Thema schnell gefunden: Leckere Gerichte aus regionalen Zutaten.

Elf Kinder trafen sich auf dem kleinen Mutlanger Wochenmarkt um dort gemeinsam einzukaufen. Erst einmal galt es das angebotene Gemüse und Obst zu benennen und nachzufragen wo es angebaut wurde. Denn es sollten nur Zutaten aus unserer Region in den Einkaufskorb kommen. Durch die kurzen Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher kann das Obst reif geerntet werden und schmeckt somit einfach besser.

Nachhaltig einzukaufen bedeutet auch saisonal zu kaufen, also auf das zurück zu greifen, was gerade auf unseren Feldern und in den Gärtnereien wächst. Die Kinder staunten nicht schlecht wie groß das Angebot in dieser Jahreszeit ist. Mit einem Korb voller Karotten, Paprika, Tomaten, Radieschen, Salat, Gurken, Blumenkohl, Schnittlauch, Lauchzwiebeln und (geilen!) roten Zwiebeln machte sich die Schar auf, um in der Küche der Grundschule zu schnippeln, auszustechen, zu mischen und zu streichen.

Heraus kamen liebevoll verzierte Gärtnerbrote, kleine Canapees, Gemüsesticks und ein Kräuterdip. Die (hübschen!) Trauben, Birnen, Heidelbeeren und Nektarinen aus dem Remstal wurden zu Obstspießen und Obstquark verarbeitet. Nachdem die Tische zu einer großen Tafel zusammengestellt waren, machten sich die Kinder über die selbst hergestellten Speisen her. Es war interessant zu hören, dass es den jungen Leuten besonders gefallen hat gemeinsam am Tisch zu sitzen und gemeinsam zu essen. Wohl eine Erfahrung, die heute nicht mehr selbstverständlich ist.

Nach dem Genuss kamen das Aufräumen und der Abwasch an dem sich jeder beteiligen "durfte". Erst danach bildeten die Kinder einen Stuhlkreis um einer Geschichte zu lauschen. Zuvor konnte sich jeder seinen Lieblingsduft auf ein Tuch aufsprühen lassen. Michael Neuhauser hatte dazu die entsprechenden hochwertigen ätherischen Öle mitgebracht. Hoch im Kurs standen der Duft von Zitronen und Zitronenblüten. Zunächst konzentriert und zum Schluss völlig entspannt begaben sich die Kinder auf eine Duftreise, die die Phantasie der Kinder beflügelte und einen schönen, ruhigen Abschluss zu einer gelungenen Veranstaltung bildete.

Herzlichen Dank an Michael Neuhauser, der uns mit Geschick und großer Geduld die schwierigen Themen Nachhaltigkeit, Umgang mit Ressourcen und gesundes Essen kindgerecht und gleichzeitig lecker nahe brachte.





Bericht zum Vortrag am 16.06.16, 19:30 Uhr

Referent: Dr. med. Elmar Schuhmacher
Ort: Stauferklinikum, Konferenzsaal

Kneipp - mehr als nur Güsse und Wassertreten

Trotz des Europameisterschaftsspiel mit deutscher Beteiligung, fanden sich zahlreiche Zuhörer im Konferenzsaal des Stauferklinikums ein um dem Vortrag von Dr. med. Elmar Schumacher zu lauschen.

Gleich zu Anfang stellte Dr. Schumacher die Frage nach der Aktualität von Kneipp´schen Behandlungsmethoden. Und wie sich im Lauf des Abends herausstellte ist Kneipp aktueller denn je. Wir gehen heute ins Aquajogging oder besuchen einen Kurs für Life-Balance - moderne Begriffe für alte Therapieformen, die schon Kneipp kannte.

Sebastian Kneipp (1821 -1897) lebte und arbeitete als Priester im Kloster Wörishofen. Nach eigenen Erfahrungen mit Wasserkuren entwickelte er seine ganzheitlich ausgerichtete Therapieform. Sie basiert auf 5 Säulen: Ordnungs-, Wasser- und Pflanzentherapie, Bewegung und Ernährung.

Ordnungstherapie

Die erste und einfachste Regel: Maß halten in allen Lebensbereichen, damit unser Leben nicht aus den Fugen gerät. Manchmal ist es auch notwendig das gewohnte Leben neu zu ordnen um gelassener und ausgeglichener zu werden. Konzentration auf das Wesentliche hilft uns mit uns ins Reine zu kommen. Entspannungstechniken helfen überanstrengte Nerven zu stärken. Welche Form der Entspannung die Richtige ist, muss jeder selbst erkennen.

Hydrotherapie (Wasser-)

"Das Wasser ist mein bester Freund und wird es bleiben". Kurieren oder vorbeugen mit Wasser ist einfach und richtig angewandt eine sehr sichere Methode.

Der Kneipp Experte kennt etwa 120 verschiedene Wasseranwendungen. Dazu zählen Waschungen, Bäder, Güsse, Wassertreten, Bürstungen, Wickel und Auflagen. Milde bis kräftige Reize mit meist kaltem Wasser auf unterschiedliche Körperpartien regen den Blutkreislauf an, fördern den Stoffwechsel und stärken vor allem die Selbstheilungskräfte. Dr. Schumacher nannte mehrere Beispiele, die sich sehr bewährt haben und einfach anzuwenden sind. Ist zum Beispiel eine Erkältung im Anmarsch, hilft uns ein aufsteigendes Fußbad. Jeder kennt auch den Rat die morgendliche Dusche mit einem kalten Schauer abzuschließen. Danach ist man garantiert munter!

Phytotherapie (Pflanzen)

"Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen." Unter all den bekannten Heilkräutern favorisierte Kneipp den Bergwohlverleih (Arnica).

Bewegungstherapie

Egal ob spazieren gehen, wandern, Tautreten, im Garten arbeiten oder Holz hacken - alles, was man mit Freude macht erhöht die Lebenslust und unterstützt unsere Gesundheit.

Ernährungstherapie

"Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke." Deshalb gab es von Dr. Schumacher auch ganz konkrete Tipps: Reichlich trinken, viel Obst und Gemüse essen, Vollkorn- und Milchprodukte, wenig tierische Lebensmittel. Verzicht auf denaturierte Nahrungsmittel und Genussgifte meiden.

Inzwischen spricht man häufig vom individuellen Wohlfühlgewicht. Demnach ist auch gegen ein kleines "Bäuchle" nichts einzuwenden, wenn man sich gleichzeitig ausreichend bewegt und auf eine gesunde Ernährung achtet.

Wieder einmal ist es dem Mutlanger Freundeskreis Naturheilkunde gelungen mit Dr. Schumacher einen Referenten zu gewinnen, der kompetent und gleichzeitig kurzweilig informierte. Herzlichen Dank.

Übrigens: auch Dr. Schumacher hielt Maß - er beendete seinen Vortrag noch vor dem Anpfiff!



Bericht zum Vortrag am 17.03.2016, 19.30 Uhr

Referentin: Dr. Wolfgang May
Ort: Konferenzsaal, Stauferklinikum Mutlangen

Antikrebs-aktive Ernährung, fix & köstlich

Zu Ihrem kulinarischen Vortrag im Stauferklinikum in Mutlangen kann Dr. med. Susanne Bihlmaier nicht pünktlich starten, denn es strömen dreimal so viele Interessierte herein, wie erwartet. Gleich zu Beginn geht ein Schmunzeln durch den Saal, als sowohl ein Bluthochdruck-rotwangiger Steak-Esser auf der Leinwand erscheint, wie auch ein hageres Gemüse-Männchen. „Keine Angst, bei mir kriegt jeder sein Fett ab, bei mir gibt’s gesunden Genuss statt Diäten-Verdruss.“

Und sie stellt klar: „Eine Krebsdiät gibt es trotz anderslautender Meldungen nicht.Die Erklärung ist leider sehr einfach, aber wissenschaftlich fundiert: Die Krebszellen holen sich ihre Energie aus jedwelcher Speise immer zuerst. Was es jedoch gibt, ist aktuelles Wissen, wonach bestimmte Nahrungsmittel und bestimmte Ernährungsformen antikrebs-aktiv wirken“. Dazu will die Autorin des Bestsellers „Tomatenrot+Drachengrün“ Interesse und Appetit wecken. Ihrem Koch-und Gesundheitsbuch scheint das zu gelingen, denn mit seiner erfrischenden neuartigen Mischung aus Infos und Rezepten ist es bereits in der 5.Auflage.

Dr. Bihlmaier sorgt für viele Aha-Effekte und klärt Missverständnisse auf: „Die geschälten Getreidekörner, also die einfachen, weißen Kohlenhydrate wie Weißmehl und Zucker, ja, die präsentieren den Krebszellen die Energie auf dem silbernen Tablett. Das stimmt. Die vollwertigen, ballaststoffhaltigen Kohlenhydrate hingegen, also wie in Vollkornnudeln, Vollwertreis, die füttern die Immunzellen.“ Und damit Vollwert schmeckt, gibt es handfeste Tipps von der kochenden Naturärztin. Nach Ende des lebhaften Vortrages haben die Ernährungsberaterinnen der Klinik eine kleine Kostprobe aufgebaut und vor allem das Kalzium-spendende, knochenstärkende Sesamsalz überrascht mit nussiger Würze.

Rezept Gomasio, aus Tomatenrot+Drachengrün

10 Teile ungeschälten Sesam (z.B. 10 Esslöffel oder wahlweise 100g) und 1 Teil Salz (also 1 EL oder wahlweise 10g).

Sesam in einer Pfanne ohne Fett-Zusatz unter Wenden leicht anrösten, darf nicht braun werden.

Entnehmen und mit dem Salz zusammen vermörsern, z.B. in einem kräftigen Mixer oder einer elektrischen Kaffeemühle. In ein Schraubdeckelglas einfüllen und als gesunde, knochenstärkende und salzarme Alternative zum normalen Salzen einsetzen.



Bericht zum Vortrag am 18.02.2016, 19.30 Uhr

Referentin: Angelika Trump
Ort: Konferenzsaal, Stauferklinikum Mutlangen

"Gehabte Schmerzen hab´ ich gern"
(Wilhelm Busch)
Histamin Intoleranz - die unentdeckte Krankheit

Der Konferenzsaal des Stauferklinikums füllte sich bis auf den letzten Platz als der Freundeskreis Naturheilkunde zu einem Vortrag über Histamin Intoleranz (HIT) eingeladen hatte. Die Referentin, Frau Angelika Trump aus Schorndorf, weiß wovon sie redet, ist sie doch seit vielen Jahren selbst betroffen. Nach einer langen Leidenszeit wurde vor ca. sieben Jahren die Diagnose HIT bei ihr eher zufällig gestellt.



Angelika Trump Leiterin Selbsthilfegruppe Histaminintoleranz

Die Symptome können sehr vielfältig sein. Zu den Beschwerden im Magen-Darmbereich gehören beispielsweise schwere, blutige Durchfälle. Das Herz-Kreislaufsystem reagiert u.a. mit Herzrasen und Bluthochdruck. Es kann auch zu einem plötzlichen Blutdruckabfall kommen. Migräne, Schwindel, Schlafstörungen und ständige Müdigkeit können ebenfalls die Folge einer Histamin Intoleranz sein. Auch bei ständigem Jucken der Haut, Rötungen, Nesselausschlägen und chronisch entzündeten Augen sollte man einmal an HIT denken. Selbst das Hormonsystem kann in Mitleidenschaft gezogen werden; Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Frieren sind die Folge.

Da die Symptome und Beschwerden so vielfältig sind und auch bei anderen Erkrankungen auftreten, dauert es in der Regel lange bis die richtige Diagnose gestellt ist. Nachdem der Hausarzt andere Erkrankungen und Unverträglichkeiten ausgeschlossen hat, ist der Gastroenterologe der richtige Ansprechpartner. Ein Ernährungstagebuch hilft dem Patienten und dem Arzt auf die richtige Spur. Entsprechende Blutuntersuchungen geben dann die Gewissheit ob eine Histamin Intoleranz vorliegt.

Histamin

Histamine sind völlig natürliche Substanzen, sie sich in vielen Lebensmitteln befinden. Gleichzeitig werden sie auch im menschlichen Organismus selbst gebildet. Histamin erfüllt im Körper viele Aufgaben, v.a. als Botenstoff. Nachdem Histamin seine Aufgabe erfüllt hat, wird es normalerweise durch ein Enzym, die Diaminoxidas (DAO), abgebaut. Bei einem Mangel an DAO kann der Organismus das mit der Nahrung aufgenommene Histamin nicht ordnungsgemäß abbauen. Es kommt zu einem Histamin-Überschuss und die genannten Symptome treten auf.

Ursachen für HIT

Bis heute weiß man nicht genau, warum es zu einer Histamin-Intoleranz kommt. Genetische Ursachen sind eher selten. Eine häufige Ursache sind Krankheiten im Verdauungstrakt. Das Enzym DAO wird bevorzugt in den Zellen der Darmschleimhaut gebildet. Ist ihre Funktion gestört, z.B. nach der Einnahme von Antibiotika, ist es kein Wunder, dass auch die Bildung von DAO leidet. Hier hilft eine Darmsanierung. Eine Reihe von Medikamenten hemmen die DAO-Aktivität und erschweren somit den Histaminabbau.

Zu den sogenannten Histamin-Liberatoren gehören u.a. Kakao, Nüsse, Zitrusfrüchte, Erdbeeren Bananen, Ananas und Kiwis. Sie bringen wenig/kein eigenes Histamin mit, setzen aber das im Körper vorhandene Histamin frei.

Zu den histaminreichen Lebensmitteln zählen grundsätzlich alle Produkte, die durch Gärungs- und Fermentationsprozesse entstehen und Produkte, die zur Lagerung verändert werden. Dazu zählen Sauerkraut genauso wie Bier, Salami, Rauchfleisch und Rotwein. Alle Konserven, gereifter Käse, Hülsenfrüchte, Innereien, Süßwasserfische und Hefegebäck müssen Menschen mit HIT von ihrem Speiseplan streichen. Auch aufgewärmtes Essen, Kaffee und Schwarztee werden nicht vertragen. Und selbst der gesunde Grüne Tee zieht heftige Probleme nach sich.

Kommt es doch einmal zu einer Überlastung hilft eine Ausleitungsdiät mit ausschließlich gedämpften Kartoffeln und Karotten. Auf Trumps Homepage findet man eine sogenannte Ampeltabelle. Hier sind die geeigneten Lebensmittel mit grün markiert, die rot gekennzeichneten müssen gemieden werden und die gelben werden vom Einen vertragen, dem Anderen machen sie Probleme.

Es gibt keine Medikamente für die Betroffenen und keine Therapie, die eine Histamin-Intoleranz aufhebt. Hilfe verspricht nur eine konsequente Ernährung, ausreichende Bewegung, eine gute Vitamin D-Versorgung, ausreichender Schlaf und viel trinken. Trump empfahl besonders Rooibuschtee. Für alle betroffenen Kaffeeliebhaber ein kleines Trostpflaster: Espresso wird i.d.R. gut vertragen!



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